Sorgerecht

Umgang mit der rechtlichen Situation bei getrennt lebenden Eltern:

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Bei noch-verheirateten oder geschiedenen Paaren: In der Regel haben die Eltern nach einer Trennung oder Scheidung beide das Sorgerecht.
Bei nicht-verheirateten Paaren: Viele Paare geben vor dem Jugendamt eine Sorgerechtserklärung ab, die das gemeinsame oder alleinige Sorgerecht klärt. Bei Trennung von nicht-verheirateten Paaren müssen wir um die Vorlage einer solchen Erklärung bit-ten! 
Gibt es eine solche nicht, dann gilt, dass die unverheiratete Mutter das alleinige Sorgerecht hat.
Aufenthaltsbestimmungsrecht:  Das Aufenthaltsbestimmungsrecht hat dasjenige Elternteil, bei dem das Kind lebt. Dieses Elternteil – meistens die Mutter - ist befugt, in Alltagssachen zu entscheiden, d.h. es ist unser Ansprechpartner bei schulischen Angelegenheiten (Elternsprechtag, Entschuldigungen, Unterschrift bei Klassenarbeiten, Zurückstellungen etc.). Nicht allein befugt ist das Elternteil bei der Schulwahl.

Konsequenzen für die Schule:

 

  • Im Regelfall: keine!
  • Gibt es unklare Aussagen der Elternteile zum Sorgerecht, muss eine schriftliche Erklärung vom Familiengericht oder Jugendamt verlangt werden. 
  • Liegt diese nicht vor, gilt: 
                                                                o  für verheiratete/geschiedene Paare: gemeinsames Sorgerecht
                                                                o  für unverheiratete Paare: Sorgerecht der Mutter
  • Für die Schule ist das Elternteil Ansprechpartner, bei dem das Kind lebt – in der Regel die Mutter! Die Schule muss nicht gesondert mit dem anderen Elternteil Kontakt aufnehmen oder doppelt informieren. Dies ist die Pflicht dieses El-ternteils! Auch das andere sorgeberechtigte Elternteil muss sich um Information kümmern. Wird diese Pflicht der i.d.R. Mutter vernachlässigt, so kann dies im Klagefall des anderen Elternteils Konsequenzen für die Sorgeberechtigung ha-ben.
  • Bei Trennungen weist die Schule den Elternteil, bei dem das Kind lebt - also meistens die Mutter - auf ihre Pflicht zur Information des Vaters hin.
  • Es kann pädagogisch sinnvoll sein, den anderen sorgeberechtigten Partner über schulische Probleme und Schulleistungen zu informieren: z.B. bei einer geplanten Umschulung auf eine Sonderschule. Dies ist aber nicht Pflicht!
  • Wenn die Trennung für die Eltern so konfliktreich ist, dass die Eltern nicht mehr miteinander kommunizieren können, so ist das nicht das Problem der Schule. Getrennte Elterngespräche sind natürlich erlaubt, aber nicht verpflichtend!
Außerdem:
  • Nur sorgeberechtigte Eltern/Elternteile können als Klassenelternvertreter gewählt werden, bzw. an der Wahl teilnehmen (das Elternrecht ist nicht übertragbar).

 

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gez. Christiane Schell, Konrektorin

Quelle: www.SCHULE-MANAGEMENT.de

 

Herr Ltd. Schulamtsdirektor Hertz

 

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